Rettich und Radieschen

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Rettich und Radieschen gehören zur Familie der Kreuzblütler. Vermutet wird, dass Vorderasien die Heimat des Rettichs ist. Hingegen sollen Radieschen im Mittelmeerraum und Südwestasien entstanden sein. Rettich und Radieschen werden heutzutage auf der ganzen Welt überwiegend in den gemäßigten Breiten kultiviert. Obwohl beide zur selben botanischen Art gehören unterscheiden sie sich dennoch in folgenden Punkten:

 

Sortenbeschreibung

 

>> Rettich <<

Rettich ist eine krautige, zweijährige Pflanze. Beim Anbau dieses Gewächs, sollte man darauf achten die Pflanze nicht auf zu schweren Böden anzupflanzen, da es sonst zu Verformungen, bis hin zu Beinigkeit kommen kann. Leichte Böden hingegen fördern einen pelzigen Geschmack. Setzt man Rettich einer zu großen Hitze oder Trockenheit aus, kommt es ebenfalls zu Pelzigkeit und einem scharfen Geschmack.

 

>> Radieschen <<

Die einjährige Pflanze, weist eine runde, zylindrische oder eiszapfenförmige Knollenform auf. Die Knollenfarbe kann dabei weiß, gelb, violett, rot oder rot mit weißer Spitze sein. Optimal für Radieschen sind gut vorbereitete, lockere, nicht zu leichte oder zu schwere Böden mit guter Wasserversorgung. Des Weiteren benötigt das Gewächs viel Licht und Luft und eine Beregnung. Werden diese Vorschriften nicht beachtet, kann es dazu kommen ,dass sich nur lang gestreckte Knollen entwickeln.

 

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Geschmack

 

>> Rettich <<

Abhängig von ihrer Sorte kann Rettich mild, fein würzig oder scharf bis sehr scharf sein. Einige Rettichsorten können aber auch süß schmecken. Aufgrund ihres höheren Glucosinolatgehalts haben Herbst- und Winterrettich einen schärferen Geschmack als Sommerrettich. Durch Salzen oder ein spiralförmiges Anschneiden des Gewächses lässt sich seine Schärfe mildern.

 

>> Radieschen <<

Radieschen sollten überwiegend scharf schmecken, jedoch ist ihre Schärfe auch von der Sorte und Anbaubedingung abhängig. Treibhausware ist zum Beispiel auch zarter und milder im Geschmack als Freilandware.

 

Lieferländer

 

>> Rettich <<

Mit einer Anbaufläche von 36.000 ha und einer Erntemenge von 1,6 Mio. t (in 2012/ 2013) ist Japan der größte Rettich Erzeuger weltweit. Dicht gefolgt von Korea, China, Taiwan und Indien. In Deutschland betrug die Erntemenge im Jahr 2013 30.642 t. Besonders in Rheinlandpfalz, Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Rettich ist aufgrund der Vielzahl von Erzeugerländer in Deutschland das ganze Jahr erhältlich.

 

>> Radieschen <<

Radieschen werden überwiegend in den USA und Europa angebaut. Innerhalb der EU ist Deutschland der größte Radieschen Erzeuger mit einer Erzeugermenge von 68.013 t  im Jahr 2013. Mit 80% der Erntemenge ist Rheinland-Pfalz der größte Radieschenproduzent Deutschlands. Gefolgt von Sachsen-Anhalt (12%), Baden-Württemberg (3%), Niedersachsen und Bayern.

 

Lagerung

Radieschen und Rettich sollten ohne Grün und in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank oder alternativ im Gemüsefach gelagert werden. So halten sie sich bis zu 3 Tage. Damit sie wieder knackig werden reicht ein einfaches Wasserbad.

 

Inhaltstoffe

Mit einem Wassergehalt von 94% sind Rettich und Radieschen ein kalorienarmes Gemüse. Ihr unterschiedlich hoher Zuckergehalt ist abhängig von ihrer Sorte. Daneben sind auch Apfelsäure, Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Phosphor, sowie B-Vitmine und Vitamin C erwähnenswerte Bestandteile.

 

 

 

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